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Das Geschäft mit der Sauberkeit

Holdorf - 2005-05-02

Nils Bogdol verachtfacht den Umsatz seines Gebäudereinigungsunternehmens in acht Jahren

Holdorf - Für Nils Bogdol (Bild rechts) ist Deutschland immer zweigeteilt. In Bundesländer, in denen die Nils Bogdol GmbH mit einer eigenen Geschäftsstelle vertreten ist, und die Bundesländer, die noch auf eine Bogdol-Filiale warten. In Hannover, Münster, Frankfurt, Bremen, Düsseldorf, Castrop-Rauxel, Dortmund, Essen und Landshut-Bruch hat sein Unternehmen bereits eine Dependance eröffnet - und es sollen weitere folgen. 42 Jahre ist Nils Bogdol heute alt. 3.000 Angestellte pflegen in „seiner” Hälfte des Landes Fassaden, sorgen bei Glasfenstern für klare Sicht, räumen im Winter den Schnee vom Bürgersteig, desinfizieren Backöfen von Großküchen oder halten Hotels, Krankenhäuser und empfindliche Laborbereiche sauber. „Ordnung ist für jedes Unternehmen genauso wichtig wie das Corporate Design oder der Auftritt der eigenen Mitarbeiter”, erklärt Nils Bogdol. Gebäudereinigung sei deshalb ein elementarer Bestanteil der Unternehmenswerte und deshalb auch ein ökonomischer Faktor. Und Sauberkeit ist sein Geschäft. Mit 36 Millionen Eure Umsatz gehört er in Deutschland zu den führenden Gehäudereinigern. Die Zentrale seines Unternehmens befindet sich im niedersächsischen Holdorf. 1996 hatte er mit 800 Mitarbeitern und neun Millionen Mark Jahresumsatz angefangen. Eine komfortable Ausgangsposition für einen 34 jährigen Jungunternehmer.

Im Gebäudereinigungsunternehmen des Vaters in Hamburg, der Bogdol GmbH, hatte er fast zehn Jahre als Assistent der Geschäftsführung und später als Mitgesellschafter gearbeitet. Auf den ersten Blick kaum verständlich, warum er dann mit Mitte 30 seine eigene Firma gründete. „Mein Vater und ich hatten einfach zu unterschiedliche Ansichten. Ich hatte mir vorgenommen, neue Geschäftsstellen in Deutschland zu eröffnen, mein Vater wollte sich weiterhin verstärkt auf Hamburg konzentrieren. Ich wollte die Verwaltung straffen und neu organisieren, mein Vater setzte auf Tradition. Die ersten drei Filialen - Holdorf, Hannover und Frankfurt - habe ich noch unter der Regie meines Vaters Anfang der 90er eröffnet. Größere Risiken eingehen und weiter expandieren wollte mein Vater nicht. Deshalb bin ich meinen eigenen Weg gegangen.” Nils Bogdol hatte damals den Mut zum Risiko - und heute zeigt sich, dass sich diese Entscheidung ausgezahlt hat. „Als ich angefangen habe, hatte ich insgesamt 150 Kunden, von denen vier im Grunde den Löwenanteil des Umsatzes ausgemacht haben”, erinnert er sich. „Heute haben wir 1.400 zufriedene Kunden”, ergänzt der ehrgeizige Unternehmer stolz. Sein Unternehmen expandiert weiter. Und das in einer Zeit, in der andere Firmen schließen, das Bruttoinlandsprodukt im Lande sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt. „Einfacher ist es nicht geworden”, gibt Nils Bogdol zu. "Ich habe einfach auf das richtige Pferd gesetzt: Im richtigen Moment habe ich mich im alten Markt Gebäudereinigung neu aufgestellt - und die Regionalisierung hat sich ausgezahlt."

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